

Träume sind gemeinhin ein flüchtiges Wesen. Die meisten sind schon am nächsten Morgen dem Gedächtnis entflogen. Es gibt aber auch welche von der hartnäckigen Sorte. Träume, die sich einem Saatkorn gleich in einem einnisten, zunächst zarte Wurzeln schlagen und dann ganz langsam wachsen und gedeihen, ehe sie als prächtige Pflanze emporragen.
Einen solchen Traum träumte Markus Prexl aus Regensburg, ein Mann aus der Automobilwirtschaft mit einer großen Liebe zu Hochprozentigem. Seine eigenen Destillate zu erzeugen, war sein großer Traum, der ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte. Allerdings dauerte es seine Zeit, bis das Saatkorn seine ersten Wurzeln ausbreiten sollte. Eines Tages aber besuchte er Gerrit Blümelhuber in dessen Destillerie in Töpen, einem Flecken ganz oben in Bayern, dort, wo der weiß-blaue Freistaat an Sachsen und Thüringen grenzt.
Blümelhuber füllte gerade einen famosen Gin ab, als Prexl von seinem Traum erzählte, in Regensburg eine Brennerei zu gründen. Es gingen nochmal zwei Wochen ins Land, bis Blümelhuber, ein promovierter Brauingenieur mit ebenso großer Leidenschaft für Brände, Geiste und Liköre, die entscheidende Botschaft nach Regensburg übermittelte: „Das machen wir.“
Inzwischen ist der Traum längst zu einem veritablen Projekt geworden. In ehemaligen Garagenräumen entsteht die Brennerei, die auf den zweideutigen Namen „Die Stille“ hört – ein bewusst gewähltes Wortspiel mit der Destille und der großen Stille, die Regensburg im fernen Mittelalter umgab, als einer Sage nach der Baumeister der Steineren Brücke den Teufel überlistet hatte.
Noch ist es nicht so weit, noch wird gewerkelt und gebaut. Die Destille, also der Brennapparat, ist aber schon montiert und fertig für den Einsatz – Geist und Likör werden mit ihr von Markus Prexl und Gerrit Blümelhuber erschaffen: „Die Stille“ – ein Name, der bald schon für einzigartige Destillate stehen wird und Regensburg eine völlig neue, hochprozentige Attraktion beschert.

Es war still in der Stadt. Eine fast unwirkliche Stille breitete sich über Regensburg aus: dieStille. Drei Gestalten schlichen über die Steinerne Brücke, ein einzigartiges Werk mittelalterlicher Baukunst. Und diese drei Gestalten brachten den Teufel um den Verstand, trieben ihm noch mehr Zornesröte als üblich ins Gesicht. Seither steht die Brücke – und ist heute das Wahrzeichen der stolzen Stadt an der Donau.
